Montag, 28. März 2016

Hoch hinaus.

Nachdem wir einen Tag zuvor bereits einen Vorgeschmack auf Wandern und Treppensteigen bekommen hatten ging es nun zu Fuß zum Tower of Seoul. Dieser ist mit 237 Metern nicht gerade hoch, er steht für einen guten Blick über Seoul allerdings auf dem höchsten Berg im Herzen von Seoul. 
Der Ausblick ist zweifellos beeindruckend, der Aufstieg allerdings umfasst einen steilen Fußmarsch bis auf 480 Metern Höhe und über 2000 Treppenstufen.


Auf den Turm hiauf zur Aussichtsplattform selber ging es zum Glück mit dem Aufzug rauf ;)
Im Turm, auf der Plattform, vor dem Turm, ja sogar auch ausgebaut unter dem Turm gibt es überall Stände und Läden mit Souvenirs und natürlich Merchandise. Aber auch viele interessante Ausstellungen, dieses Mal mit Handwerksstücken aus Holz, Metall oder Draht welche sich Mechanisch fortbewegen.


Und auch wenn man es in Korea kaum merkt, es ist Ostern. Dies wird durch viele Christliche Koreaner auch gefeiert aber längst nicht so zelebriert wie Weihnachten - auch jetzt noch findet man überall in Seoul Weihnachtsdeko. Zwei Junge Leute haben vor dem Aufstieg "Ostereier" verteilt, doch beim Öffnen haben einige von unseren Mitreisenden einen kleinen Schrecken bekommen und die Eier glatt weg geschmissen...
Unter der Schale sind sie komplett braun und sie riechen etwas herber, dies entsteht durch leichte fermentation beim Kochen, ist aber weder schlimm noch stinkt es stark oder schmeckt unangenehm.
Das Ei hatte einen ganz leicht intensiveren Geschmack und war echt lecker :)

Vor dem Turm liegt ein großer Vorplatz auf welchem regelmäßig Kampfaufführungen nach alter koreanischer Tradition aufgeführt werden.
Bei den Männern mit den lustigen Hüten handelt es sich um Musiker und Artisten welche sowohl ihr Instrument, den aufzuführenden Tanz, die Showeinlagen wie Jonglieren und natürlich das ständige herrum wirbeln ihrer Kopfbedeckung gleichzeitig beherrschen.


Die Kämpfer in Rot sind koreanische Ninja Kämpfer. Alle Aufführungen wurden mit scharfen Waffen aufgeführt was mehrfach sehr eindrucksvoll an Bambusrohren und Strohbündeln bewiesen wurde ;)


Nach der Aufführung haben wir noch einen Abstecher auf den Namdaemun Markt eingelegt.
Dieser Markt zieht sich über viele kleine verwinkelte Gassen und bietet viele Eindrücke für alle Sinne. Egal ob Nippes oder uralte Heilkunst, von glitzendem Kinderschmuck über köstlich duftendes Streetfood, auf dem Markt gibt es viel zu sehen auch wenn einem nicht immer gefällt was man sieht ;) 

Sonntag, 27. März 2016

Ein Ausflug mit vielen Überraschungen

Heute haben wir einen Abstecher nach Suwon gemacht um dort einen Bergtempel zu besuchen.
Wie der Name schon vermuten lässt liegt dieser recht weit oben und wir mussten ein Treppen zum Bergkamm nehmen dass uns die Oberschenkel Oben wie Feuer brannten. Und dies war erst das Warm Up für den morgigen Tag :O


Auf dem Berg angekommen hatten wir neben der klasse Aussicht die Ehre eine Rund 4 Meter hohe Gong Glocke zu schlagen - Video folgt :)
An der Treppe haben wir einen kleinen Fan getroffen der zwar kein Brocken Deutsch sprach aber ein riesen Deutschland Fan war.

Als Abstieg haben wir eine lange aber sehr schöne Route durch den Wald genommen.
So kamen wir an heiligen Wasserquellen vorbei dessen Wasser heilende Kräfte haben soll und standen auf einmal vor einer riesigen goldenen Buddha Statue.

Vor der Statue steht ein kleiner Altar an welchem man Kerzen und Räucherstäbchen anzünden und Wünsche und Grüße auf Zettelchen schreiben kann. Unter den Treppen ist ein Gebetsraum den man mit Schläppchen betreten darf. Er war prungvoll geschmückt wie auch der tempel in Seoul mit Lampions, schönen Bemalungen und einer kleineren goldenen Statue.


Am Ende des Abstiegs kamen wir in eine süße kleine Handwerks Gasse in der viele Schmuckstücke und Gemälde aus allerlei unterschiedlichen Materialien verkauft wurden.
Zu Mittag haben wir uns Bungeoppang eine Art Dampfnudel gefüllt mit Roter Bohnenpaste gegönnt. Sehr Lecker :)
Ein kleiner unscheinbarer Laden hat im wahrsten Sinne des Wortes süße kleine Figuren angeboten, diese wurden dort aus Zuckermasse hangefertigt.


Abgelenk von den süßen Sachen bemerkten wir erst garnicht wo wir standen bis uns zwei Taekwondo Kämpfer in Empfang nahmen und uns hoch in ihre Trainingsräume führten. Dies war eine kleine Überraschung von unserem Reisebegleiter Frank Hauffe. Denn aufeinmal standen wir in einem kleinen engen Raum vor uns Großmeister Kang Shin Chul.

Die Aufregung bei uns allen war groß. Wir durften noch einigen Schülern und seiner Tochter (mehrfache Weltmeisterin, ganz rechts im Bild) beim Training zusehen, schwer beeindruckend.
Mehrere Fotographen wuselten die ganze Zeit um den Großmeister, um uns und im Training herum.
Die Bilder von unserem Besuch hat Meister Kang sogar auf seiner Facebook Seite veröffentlich - süß ;)

Auf die Aufregung gabs erstmal ein Eis :)
Gleich vor der Türe ist eine Eisdiele welche ganz besondere Waffeln macht.
Jede Waffel wird frisch für einen hergestellt, in der Form eines kleinen Fisches, von Außen knusprig und Innen weich sowie mit einer Vanillecrem gefüllt. Das Eis selber war ein Ananas-Zitronen-Kondenzmilch Sorbet mit Krokant, Ananasstücken und flüssiger Schokolade. Einfach suuuuper lecker ... <3

Der Besitzer wollte sogar unbedingt mit uns ein Foto machen - wir werden in Asien noch berühmt^^

Und als wäre das noch nicht alles gewesen hatten wir gleich die nächste Aufregung vor uns. Im Park wollten wir die Toilette benutzen als wir sahen dass es sich um eine dieser tollen Hightech Toiletten handelte :D
Ich will nicht zu sehr in Detail gehen, aber soviel kann ich sagen es war sehr amüsant. Aber alles in allem haben wir sowieso sehr viel zu Kichern und zu Lachen hier :)

Samstag, 26. März 2016

Abstecher nach China

Heute haben wir eine Stunde Bahnfahrt auf uns genommen um Richtung Pazifik nach Icheon zu fahren.
Die Hafenstadt ist stark Chinesisch geprägt und hat daher direkt im Herzen ein weitläufiges Chinatown. Auch die älteren Gebäude wurden hier in einen Mix aus Koreanischem und Chinesischem Stil erbaut.






Wie man sich vorstellen kann fallen wir in Asien etwas auf. Auch dieses mal wollten zwei junge Asiatinnen unbedingt mit uns ein Foto machen, bzw mit dem kleinen 9 jährigem Richard^^

Etwas Fußmarsch entfernt liegt der Hafen.
Am Pier selber kann man Möven direkt aus der Hand füttern.
Das Video mit Lisa und den gefräßigen Möven gibts später.
Direkt hinter dem Hafenpier liegt ein kleiner Rummel mit Geisterbahnen, Autoscooter und mehr Schiffsschaukeln als man zählen kann ;)

Hinter dem Pier gelangt man zu einer Historischen Stadt, hier wurden die Häuser früherer Epochen wieder errichtet und stehen besuchern öffen. Alles kann und soll betreten, betrachtet und berührt werden nur Schuhe aus ist Pflicht.
Alte Spiele stehen im Hof, Kochstellen, Brunnen und Äcker wurden original getreu nachgebau und sogar einige Paare traditioneller Strohschuhe stehen vor dem Eingang.

Nach soviel Laufen, gucken und knipsen sind wir nach dem Abendessen das mal wieder höllisch Scharf natürlich wie zwei Steine ins Bett gefallen...

Donnerstag, 24. März 2016

Weck' den Tiger in dir ;)

Heute hatten wir einen verhältnismäßig ruhigen Tag, Vormittags waren wir spazieren an einem Flüsschen von Seoul und haben die warme Sonne genossen.

Mittags waren wir Bummeltn, ein bisschen was von dem leckeren Streetfood snaken - dieses mal eine Art softes gefülltes Brötchen mit Zwiebeln, Kartoffelstampf und feinem Gemüse sowie Gimbap, das Koreanische Sushi - und haben uns eine spontane “Show“ angesehen die etwas an den Song Gangnamstyle erinnerte (Gangnam ist im übrigen ein Stadtteil Seouls); Ein Mann im Abzug sang schrill zu Volk-Technomusik, zwei leicht bekleidete Damen tippelten im Hintergrund herum und auf dem Platz davor tanzten zwei Männer in Abzügen einen Mix aus Brakedance, Roboter und Zumba. Das unterhaltsame Treiben wurde allerdings sehr schnell von den Ordnungshütern beendet, schade ;)

Nachmittags haben wir uns dann auf zum Training gemacht. Auf dieses Training haben sich alle schon die ganze Woche gefreut, ein Training mit den Korean Tigers. Das Training bestand aus Warmup, Kickübungen, Konditionstraining, Poomsaelauf sowie Dreh-Sprung-Kick Übungen an Pratzen.
Zusehen auf welchem Level die Tigers sind war mehr als beeindruckend und etwas einschüchternd, aber zugegeben es handelte sich natürlich auch um die Besten der Besten. Darunter auch die aktuelle Weltmeisterin im Poomsaelauf .
Hier mal ein Video der K Tigers beim Training

Und natürlich der Fotobeweis mit den Tigers und uns auf dem Bild :P


Videos vom Training folgen Später :)

Dienstag, 22. März 2016

Von Groupies und Katzen...

Die Nacht war kurz und der Tag wir lang...
Aber das frühe Aufstehen hat sich gleich gelohnt.
Mit der Seoul Metro (alleine die ist eine Fahrt schon wert) ging es in die “verbotene Stadt“ Gyeongbokgung, einer riesigen Wohnanlage welche ausgegraben und originalgetreu wieder errichtet wurde.



Natürlich haben wir auch ein paar angeber Fotos im Kampfanzug gemacht ;)
Das Highlight schlecht hin war allerdings als zwei junge Koreanerinnen auf uns zu kamen und unbedingt Fotos mit Lisa und Mir machen sollten weil wir so cool wären :D

Ab in die Metro wieder zurück... Diese ist ein bisschen anders als unsere U Bahnen und kommen der Pariser Metro eher nah. Sie ist groß, geräumig und eher zum Stehen ausgelegt. Es gibt nur wenige Sitzplätze die ratz fatz vergeben sind. Aber Respekt wird hier groß geschrieben und die raren Sitzplätze werden gerne für Kinder, Schwangere, Ältere und Kranke geräumt. Manchmal von Männern auch einfach für schöne Frauen ;)
An den Bahnstationen selber gibt es Glastüren welche sich erst bei Einfahrt der Bahn öffnen, so ist ein Sturz auf die Gleise nahezu unmöglich und Warnschilder die vor Zusammenstößen warnen wenn man nur auf sein Handy achtet. Nicht dass die ganzen Handy Zombies hochgucken würden um die Schilder zu lesen ;)  Selbst die Omis läufen dort ganz lässig mit ihren Smartphones rum!
Etwa 20 Sekunden vor Einfahrt der Bahn ertönt eine Melodie welche das Eintreffen ankündigt.
Zwei witzige Melodien die einen nicht mehr aus dem Kopf gehen wenn man sie einmal gehört hat ;)
Die Fahrkarten sind ähnlich wie bei uns die Monatstickets Plastikkarten welche für die Fahrten jeweils wieder aufgeladen werden.
Einige von uns sind schon in den Genuss gekommen was passiert wenn das Ticket nicht angenommen wird und man aus der Metrostation nicht raus kommt. Sofort und ungefragt kommen andere Fahrgäste auf dich zu und zeigen dir entweder wie es geht, holen dir Hilfe am Schalter oder lassen dich einfach auf ihr Ticket und somit auf ihre Kosten raus.

Auf dem Heimweg haben wir uns verkrümelt und einen eigenen Bummel durch die grellen Straße und kleinen Gässchen gemacht.
Dabei sind wir auf einen sehr günstigen aber einfach wundervoll leckeren Snack gestoßen - Hotteok! Das ist Hefeteig, gefüllt mit Glasnudeln, Lauch und Karotten, ausgebacken in Fett.
Die Fladen werden frisch gemacht und kosten 70cent pro Stück. Begeisterterung pur, es schmeckt einfach klasse!
Gleich nach dem Essen sind wir dann in das Cat Cafe gegangen und ja es ist genau das wonach es klingt, ein Cafe voller Katzen :)
Es ist sehr sauber, gemütlich und man hat das Gefühl in einer riesigen Kratzbaum Landschaft zu sitzen.
Der Eintritt kostet umgerechnet 5€ inkl Freigetränk nach Wahl. Ich hatte Yujacha, ein Eistee der in Korea sehr bekannt ist. Er wird aus einer speziellen Zitrusfrucht hergestellt und schmeckt süß (so wie alles in Krea) aber sehr erfrischend.
Auch für nicht-Katzenvernarrte ein schöner Ort zum entspannt, einen Eistee, Kaffee oder Milchshake zu trinken und die Ruhe der Katzen auf sich zu übertragen - Kuscheln inkl. ;)




Ein Tag voller Eindrücke & rauchender Füße

8 Uhr morgens, der Wecker klingelt.
Das Frühstück ist nicht ganz wie erwartet und etwas gewöhnungsbedürftig aber okay.
In einer Gemeinschaftsküche stehen Toast, Eier und Ramen Suppen so wie etwas Kochgeschirr und Kaffeepulver zur Verfügung. Gekocht wird dann selbst.
Das erste Frühstück bestand daher aus ungesalzenem Ei, Toast und Nudelsuppe ohne Brühepulver da mit Fleisch... yeah :/
Für den kommenden Morgen sind wir allerdings nun vorbereitst und werden entprechend Gewürze, Gemüse, Obst und Aufschnitt kaufen.
Schön war auch der Gesichtsausdruck als einer unserer Mitreisenden eine Koreanerin nach Messern fragte, on den Besteckkästen lagen überall nur Stäbchen und Löffel. Nicht einmal ein großes scharfes Küchenmesser für Gemüse und co gab es. Die Koreanerin guckte nur verdutzt "Knifes???".
Wie auch schon in der Selfbar wurden Fleisch Gemüse und Co einfach mit der Schere geschnitten :D

Das Mittagessen - Reiskuchen mit Chili und Ei - dagegen war sehr sehr gut, aber höllisch scharf!! ;)

Besucht haben wir heute den Kukkiwon - das Welt Taekwondo Hauptquartier, einen Buddhistischen Tempel, Seouls Downtown, sind etliche verspielte Straßen entlang gelaufen und hatten ein spitzen Training bei Master Chang dem früheren Bruce Lee Double.
Der Tempel war athmenberaubend. Überall hingen Reispapier Laternen, die ganze Tempelanlage war reich geschmückt und verziert. Trotzallem strahlte der Ort Ruhe und Frieden aus und wirkte weder dekadent noch übertrieben. 
Ein herrlicher Ort um die Seele baumeln und all die Eindrücke auf sich wirken zu lassen.





Das Trainig bei Chang war für uns sehr ungewohnt aber es war auch sehr beeindruckend wie dieser kleine alte Mann um längen fitter war als wir. Er hüpfte mit einer geschwindigkeit durch die Gegend dass wir uns alle nur noch wie nasse Reissäcke gefühlt haben. Leider war das Trainig viel zu kurz aber allein in dieser Stunde haben wir so viel an neuen Steptechniken und Erfahrungen mit mitnehmen dürfen. Das war einfach klasse!

Bei Mooto in der Nähe vom Kikkuwon hat Lisa sich noch Trainingsbretter gekauft und mit den Nunchaks gespielt :D


Unser Tag waren nun 19 Stunden lang und alle wollen nur noch ins Bettchen...
Noch 4,5 Stunden schlaf dann startet der nächste Tag, also gute Nacht ;)